creole_sommer 2018

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Programm

Donnerstag_12. Juli 2018
20.30 h   Trioglyzerin begleiten Live den Stummfilm „Die Abenteuer des Prinzen Achmed“

Freitag_13. Juli 2018
ab 14 h   creole_creativ - ist jede/r eingeladen, auf dem Gelände des Alten Rathaus aus Altem Neues zu machen
20 h   Emersound - reisst vom Biertisch: von Sao Paulo nach Berlin

Samstag_14. Juli 2018
ab 14 h  Familienfest mit Spielen, Werkeln und Koffertheater
20 h   Bazaar - Algerisch-Niederländisch-Pfälzisch- Russisch rockt die Scheune

Und sonst
transmediterranes Essen, leckeres vom Grill erfrischende Getränke; Samstag Nachmittag Kaffee und Tee, leckere Kuchen und Eis
Mit einem Tagesbeitrag von 5 € für alle mit geringem Einkommen und 8 € für alle, die „normal“ verdienen, helfen Sie, die Kosten des creole_sommer zu tragen.

 

DO 12.7.18, 20.30 h - Limburgerhof im Capitol (Speyerer Straße 107)

TRIOGLYZERIN

Die Abenteuer des Prinzen Achmed (Stummfilm mit Live-Musik)

TRIOGLYZERIN hat einen hervorragenden Ruf für einfühlsame Komposition, moderne Klangmittel und hohe Improvisationskunst. Ihre Stummfilmvertonungen versprechen ein außergewöhnliches poetisches Kinoerlebnis.

Besetzung Kristoff Becker, Elektrocello • Tobias Becker, Synthesizer, Oboe, Percussion • Ulrich van der Schoor, Klavier, Theorbe

Stummfilm: Die Abenteuer des Prinzen Achmed Charlotte (Lotte) Reiniger, D 1926.

Veranstaltungsort Capitol-Kino in der Speyerer Straße 107 (3 min vom Bahnhof Limburgerhof)

Dieses fantastische Märchen nach Motiven aus 1001 Nacht erzählt die Geschichte des Sohnes des Kalifen von Bagdad. Prinz Achmed muss, ehe er die schöne Fee Pari Banu heiraten kann, zahlreiche Abenteuer mit einem fliegenden Pferd und dämonischen Geistern überstehen. Er muss fremde Länder und Inseln bereisen, um endlich seine Geliebte aus den Händen des Kaisers von China zu befreien.

Die Regisseurin Lotte Reiniger gilt als die Schöpferin des Silhouettenfilms. Die Abenteuer des Prinzen Achmed war der erste abendfüllende Trickfilm in der Filmgeschichte überhaupt. Rund drei Jahre arbeitete die Scherenschnittkünstlerin an seiner Herstellung. Filmkünstlerische Ambitionen und großes handwerkliches Können finden in diesem beeindruckenden Märchenfilm zusammen, dessen filigrane Figuren und phantasievolle Dekors auch in der heutigen Zeit das Publikum verzaubern.

Charlotte (Lotte) Reiniger, geb. am 2.6.1899 in Berlin-Charlottenburg, gilt als die Schöpferin des Silhouettenfilms. Die Abenteuer des Prinzen Achmed war der erste abendfüllende Trickfilm in der Filmgeschichte. Rund drei Jahre arbeitete die Scherenschnittkünstlerin mit ihren Kollegen, unter anderen der Maler und Avantgardefilmer Walter Ruttmann, an der Herstellung des Silhouettenfilms. Filmkünstlerische Ambitionen und großes handwerkliches Können finden in diesem Märchenfilm zusammen, dessen filigrane Figuren und phantasievolle Dekors verzaubern. Ein zeitlos schöner Film mit Motiven der Märchen aus 1001 Nacht, entstanden in Handarbeit an ca. 100.000 Einzelbildern. Das Deutsche Filminstitut/Filmmuseum ist im Besitz des filmischen Nachlasses der Künstlerin.

Zur Ehren Lotte Reinigers stellte das Deutsche Filmmuseum zu ihrem 100. Geburtstag im Jahre 1999 eine restaurierte Fassung ihres bekanntesten Films fertig. Von Die Abenteuer des Prinzen Achmed ist keine deutsche Originalfassung und kein (Kamera-) Negativ erhalten ist. Das älteste bekannte Material befindet sich im National Film and Television Archive (NFTVA) des British Film Institute: ein viragiertes Nitrozellulose-Positiv auf Agfa-Film mit eingeschnittenen englischen Zwischentiteln auf Kodak- und Pathé-Material der Jahre 1925-1927.

Die Gesamtlänge der Restaurierung beträgt 1.770 m. Die Kopierarbeiten führte das Kopierwerk L’Immagine Ritrovata in Bologna aus. Nach dem Desmet-Verfahren wurde über ein s/w Dup-Negativ, das die neuen Zwischentitel eingeschnitten wurden, die viragierten 35mm-Vorführkopien gezogen.

Das Stummfilmensemble TRIOGLYZERIN komponierte einen eigenen neuen Soundtrack zu diesem Stummfilm aus dem Jahre 1926. Dabei zeigt sich die große stilistische Vielfalt und Sensibilität der drei Musiker, die in kongenialer Weise diesen orientalischen Film zu einem Augen- und Ohrenschmaus werden lassen.


FR 13.7.18, 20 h - Limburgerhof, Altes Rathaus (Speyerer Straße 52)

Emersound

Von Sao Paulo nach Berlin

EMERSOUND – reine Essenz von Samba, Rap, Maracatú, Afro Beat, Pop, Funk und Reggae Emerson Araújo.

Es ist ein Rhythmus voller Schwung, der alle abholt. Moderne Musik, die sich allen Samba Klischees entzieht. Emerson verbindet die traditionellen Rhythmen mit modernem Hip Hop und anderen lateinischen Musikstilen und schafft seinen EMERSOUND, eine ganz besondere, urbane und äußerst energische Verschmelzung von Samba, Reggae, Rap und Funk – Musik, um mit dem Publikum die Begeisterung zu trommeln. Amerson Araujo hat bereits zwei erfolgreiche Karrieren in Brasilien und Chile. Jetzt ist er endlich nach Berlin gezogen, um mit seiner Band EMERSOUND im Sturm nach Europa zu kommen. Er hat eine Reihe von verschiedenen Projekten durchgeführt und ist unter anderem Teil von der Peter Fox Drumline-Schule „BÄM“.

In Sao Paulo, mit Wurzeln in Kolumbien, hat Emerson Araujo immer Musik gespielt, die musikalische Genres übersteigt. Nach dem Eintreffen in Berlin und dem Lernen von Deutsch experimentierte Emerson auch mit deutschen Texten. Auf seinem neuen Album Musica Propria kehrte er jedoch in seine Muttersprache zurück.


SA 14.7.18, 20 h - Limburgerhof, Altes Rathaus (Speyerer Straße 52)

Bazaar

Algerisch-Niederländisch-Pfälzisch-Russisch - Desert-Blues, Ethno-Funk, World-Pop and the rest.

Treffen sich zwei Algerier, ein Pfälzer, eine Russin und ein Niederländer auf einer Bühne. Das ist kein Witz, das ist BAZAAR! Die fünf Musiker*innen um den Gitarristen und Sänger Mouloud Mammeri rocken seit Sommer 2016 mit ihrer groovigen Mischung aus afrikanischer und westlicher Musik die Bühne. Desert-Blues, Gnawa, Mbalax, Soukous auf der einen und Rock, Pop, Jazz, Rhythm ‘n‘ Blues auf der anderen Seite kennzeichnen die Vielfalt ihrer Musik, die sich auch in ihren Texten auf Englisch, Französisch, Algerisch, Tamazigh und Arabisch widerspiegelt.

Die MusikerInnen bedienen sich klar umrissener Songstrukturen, die vor allem für die westliche Popmusik prägend sind und kombinieren sie mit Trance-Rhythmen, was zu einer hypnotischen Wirkung ihrer Musik führt.

Besetzung Mouloud Mammeri, Gitarre, Gesang, Mandole • Guembri Meztol Saadi, Gitarre, Gesang • Julia Jung, Gesang, Percussion, Synthesizer • Christoph Jung, Schlagzeug, Percussion • Marcel Kamst, Bass, Synthesizer, Klavier, Gesang, Mundharmonika

www.bazaarband.de

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